Reisebericht Teil 1

Reisebericht Teil 1:

(Alle im Bericht erwähnten Bilder und noch mehr gibts auf Facebook, auch ohne Account!)

Hi Leute, die ersten Tage sind vergangen und wir sind Montag mit dem Nachtzug nach GOA gefahren. Die Tage in Mumbai waren sehr heiß, schwül, turbulent, dreckig und voller Smog. Schon beim Verlassen des Flughafens trifft die Schwüle einen wie der sprichwörtliche Hammer direkt ins Gesicht und man ist klitschnass, es stinkt und der Smog ist der Wahnsinn (hab leider kein Foto auf dem Handy, es fühlt sich jedoch an wie Dauernebel und die Sonne dringt nicht wirklich durch)! Der wesentlich angenehmere Umstand war jedoch, dass ich hier auch gleich zwei meiner Mitflieger kennenlernte, mit denen ich mich nun zusammen auf die Reise gemacht habe. Die beiden heißen Baumi und Kunzi. Mein erstes Hostel zu dem ich Sie gleich mitgenommen habe, hatte natürlich, wie sollte es auch anders sein, plötzlich keine Reservierung von mir, was sich im nach hinein als Glücksfall erweisen sollte. Wir fanden nämlich ein nettes und günstiges Guesthouse in der Nähe des Taj Mahal Hotels. Dieser Startpunkt für unsere Unternehmungen war viel besser geeignet, da sich unserer Ziele sich in unmittelbarer Nähe befanden (Def.“ Nähe“: Die Definition von Nähe in Mumbai kann auch eine 20-30 minütige Taxifahrt bedeuten. Preis hierfür circa 80-90 Rupis = ca. 1,30 €). Was uns schnell auffallen sollte, ist der Faktor, dass zwei tätowierte Punks aus der Nähe von Dresden und ein vollbärtiger Franke wohl doch mehr auffallen sollten als gedacht und wir in den nächsten Tagen egal wo wir hingingen, die Touristenattraktion Nummer 1 waren. Hätten wir für jedes gemeinsame Foto 100 Rupis (1,35€) genommen, dann wären so circa 10.000 Rupis (135 €) für uns rausgesprungen, womit Kost und Logie für die ersten Tage gedeckt gewesen wären. Rechnet man noch die heimlich oder sehr auffällig gemachten Fotos hinzu, dann dürfte es sogar fast das Doppelte gewesen sein. Zumindest sprang einmal ein gedrucktes Foto und einmal die Benutzung eines Handys mit Internetzugang für uns heraus. Zum Glück sind wir jetzt im touristischeren GOA, wo dieser Punkt nachlassen dürfte. In Mumbai haben wir die Elefanteninsel besucht, das Gandhi – Haus, das Gateway of India, die Strandpromenade (man beachte das Strandfoto bei Nacht), auch waren wir zeitweise in einigen angrenzenden kleineren Armenvierteln und am geschäftigen Fischerhafen unterwegs. Nun beginnt der angenehmere Teil unserer Reise, dachten wir und stiegen in den Nachtzug nach GOA, leider blieb es bei diesem Gedanken. Gerade einmal losgefahren kamen mehrere Fahrgäste auf uns zu und meinten wir würden auf Ihrem Platz sitzen/liegen (Schlafabteil). Nachdem die Situation geklärt war, durften wir samt unseren großen Rucksäcken durch den halben Zug und Essens-/Küchenwagen stiefeln und kriechen um in ein klimatisiertes Schlafabteil umziehen, was aber nicht so angenehm war wie es sich anhört, da man sich dort im wahrsten Sinne des Wortes den Hintern abgefroren hat (ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir dann auch jemanden vertrieben haben, der ebenfalls ein Upgrade erhielt). Die Reise in einem Zug und das rege Treiben an einem der größten Bahnhöfe in Indien ist trotz alle dem aber ein Erlebnis. Die Belohnung für all die Strapazen und die 3 Nahtoderfahrungen im Taxi die wir auf dem Weg zu unserem neuen Domizil machten, bekamen wir nachmittags als wir in Vagator ankamen und zum Strand gingen. Ich glaube die Bilder sprechen ihre eigene Sprache. In den nächsten Tagen werde ich außer am Strand zu liegen noch versuchen eine Sim-Karte zu bekommen, was sich in Indien sogar als noch größerer Bürokratieaufwand herausgestellt hat als in Deutschland.

Also bis bald und euch noch einen schönen Abend!

P.S. Das Essen vertrage ich bisher auch, sogar ein bißchen scharf!

Und ein Inder ohne Hupe ist ein Krüppel!